LocalHeroBox

E-commerce

Es ist wieder so weit, wir haben einmal mehr die Gelegenheit bekommen, tiefer in eine der Verpackungen zu schauen, die wir verkaufen. Dieses Mal hatten wir die Gelegenheit, uns mit Sebastian Hecker zu unterhalten, er ist der Gründer von LocalHeroBox.

Local Hero Box

LocalHeroBox verbindet lokale Händler, Geschäfte, kleinere Marken, die Bäckerei an der Ecke, also Läden, die man sonst nur in den Straßen findet, mit potenziellen Kunden im Internet.

Das Konzept, die Website und die Verpackungen haben uns sehr gut gefallen und deswegen hat es uns sehr gefreut, dass wir unsere Neugier mit einigen Fragen an Sebastian stillen konnten.

Viel Spaß mit dem Interview, lasst euch inspirieren.

Local Hero Box

PH: Erst mal vielen Dank für deine Zeit Sebastian, bevor wir vielleicht etwas tiefer über LocalHeroBox reden, könntest du dich vielleicht ganz kurz selber vorstellen, also was hast du vor LocalHeroBox gemacht, was hast du studiert, in welchen Gebieten hast du davor gearbeitet?

Sebastian: Hi, ja gerne - ich habe Wirtschaftsingenieur und Elektrotechnik in Aachen studiert, aber nie wirklich in dem Bereich gearbeitet. Ich mich schon während des Studiums für Start-ups interessiert und da die Augen offen gehalten, da ich damals schon die Idee hatte, was Eigenes zu gründen. Nach dem Studium hab ich dann bei Parcellab in München angefangen und war dann dort 3 Jahre. Bevor ich dann LocalHeroBox gegründet hab.

PH: Wie würdest du denn Local Hero Box beschreiben? Und Seit wann gibt es euch?

Sebastian: Also die Idee ist tatsächlich Anfang Corona entstanden, also so im März. Meine Freundin und ich haben immer gerne bei kleineren, lokalen Läden eingekauft und sind gerne in kleine Cafés gegangen. Dann haben wir uns gedacht, wir würden gerne auch nach Corona noch in dieselben Läden gehen und haben einen Weg gesucht, wie wir helfen können, wir wollten erst mal gar nicht selber was machen.

Haben dann aber leider nichts wirklich Gutes gefunden. Es gab viele Gutscheine, wir haben dann mit ein paar Besitzern gesprochen und gemerkt, dass die das selber gar nicht so gut finden. Und auch aus Kundensicht hatte ich keine Lust, irgendwie nach ein paar Monaten dann einen Gutschein für eine Tasse Kaffee einzulösen und dafür ans andere Ende der Stadt zu fahren. Und außerdem schaffen es viele einfach nicht so mal schnell einen Onlineshop oder ein Gutscheinsystem einzurichten.

Dann haben wir uns gedacht, lass uns die tollen verschiedenen Produkte nehmen und in eine Art Geschenkbox packen und das ganze noch richtig schön machen, mit coolen Verpackungen und einer schönen Karte, die die Geschichte hinter den Produkten erzählt. Und die Boxen haben wir dann angefangen, über einen Onlineshop zu verkaufen und das hat ganz gut funktioniert.

Local Hero Box

PH: Wie hat sich das Ganze dann weiterentwickelt?

Sebastian: Wir haben dann relativ schnell ein bisschen Rückenwind bekommen, wir waren in der Presse. Mit Vergnügen München zum Beispiel hat über uns berichtet, wir waren in der SZ und das hat uns auf jeden Fall ein bisschen gepusht. Das hat dann dazu geführt, das auch Firmen auf uns zukamen, die gesagt haben, wir finden eure Idee echt cool und würden gerne eine Geschenkbox an unsere Mitarbeiter ins Homeoffice schicken.

Und dann haben wir immer mehr individuelle Firmenboxen gemacht, da das für uns und auch für die Händler eigentlich besser war. Die Idee ist eigentlich die gleiche geblieben, nur erreichen wir durch die Firmen natürlich auf einen Schlag gleich viel mehr Leute und können mehr Boxen verkaufen, die natürlich immer noch mit lokalen Waren gefüllt sind. Also wir sind sozusagen der Vermittler zwischen den lokalen Händlern und Firmen, die die Produkte mit der Box kaufen. So ist den lokalen Händlern geholfen und den Firmen und uns.

Mittlerweile kommen die Firmen dann auch mit Ihren eigenen Ideen auf uns zu, zum Beispiel eine Kochbox, mit der das Team dann zusammen im Homeoffice kochen kann.

PH: Kannst du dich noch an euren ersten Kunden erinnern? Und wie hast du die gefunden? 

Sebastian: Ja klar, also ich glaube, die ersten 15 Kunden waren meine Mutter, meine Freunde und die Eltern meiner Freundin. Das ist halt einfach so, wir haben einen Onlineshop gebaut und da kommt ja niemand einfach so drauf. Das war aber echt auch gut so, weil wir haben anfangs auch noch viele Sachen falsch gemacht und die Verwandten und Freunde nehmen einem das natürlich nicht übel, so konnten wir in Ruhe noch ein paar Sachen verbessern.

Und dann haben wir uns für einen Channel entschieden, Instagram. Dort haben wir dann größere Channel angeschrieben, wie eben Mit Vergnügen München oder die Süddeutsche Zeitung. Das große Glück war dann das die uns geteilt haben und und auf Ihre Website gepackt haben. Und das Interessante ist ja, dass wenn dich die großen Channel teilen, teilen dich alle anderen auch.

Und nach dem uns Mit Vergnügen geteilt hat, kamen wirklich über Nacht die Bestellungen nur so reingeflogen. Das war auch dann mehr oder weniger der Zeitpunkt, an dem ich gesagt habe, ich mach das Ganze jetzt Vollzeit.

LocalHeroBox

PH: Also kann man sagen, dass Instagram euer Hauptkanal ist?

Sebastian: Ja, auf jeden Fall, dadurch das uns da ein paar große Channel geteilt haben, sind eine Menge Firmen auf uns aufmerksam geworden. Aber dann ist auch einiges durch Mund zu Mundpropaganda passiert. Wir erreichen ja mit unseren Boxen sehr viele Leute, die in Firmen arbeiten und die erzählen dass dann andere Leuten, die auch in einer Firma arbeiten und schlagen es dann da auch vor.

Wir hatten zum Beispiel auch das Glück, Boxen an die Otto Group zu liefern, das war nur ein ganz kleiner Auftrag, der sich anfangs gar nicht wirklich gelohnt hat, aber die Otto Group besteht ja aus sehr vielen Firmen, wo sich das Ganze natürlich auch rumspricht. Dadurch sind dann später noch echt viele Aufträge reingekommen.

PH: Was würdest du mit deiner jetzigen Erfahrung sagen, sind die größten Herausforderungen beim Gründen?

Sebastian: Das ist natürlich eine schwere Frage, aber ich glaube, gerade am Anfang ist es schwierig, die erste Hürde zu nehmen, also wie starte ich überhaupt, wie teste ich meine Idee ohne viel Geld zu investieren, woher weiß ich ob es überhaupt eine gute Idee ist. Man muss sich halt erst mal überlegen, was ist die richtige Herangehensweise.

Unser Gedankengang war so, wir bauen einen Onlineshop und wenn es jemand kauft, ist es eine gute Idee. Man kann zum Beispiel auch ein Video produzieren, es teilen und schauen ob man Likes bekommt. Man muss sich schnell so viel wie möglich Feedback einholen, um zu sehen, ob es überhaupt anklang findet. Sich die Kritik anhören. Das kann man auf verschiedenste Art und Weisen machen.

Local Hero Box

PH: Dann noch zum Schluss, wie sieht die Zukunft von LocalHeroBox aus? Gibt es schon Ideen?

Sebastian: Momentan ist ja alles ständig im Wandel, deswegen glaube ich, dass wir in einem Jahr wahrscheinlich was ganz anderes machen werden. In solchen Zeiten tun sich immer wieder neue Dinge auf und wir sehen das ganze als Chance, um so viel wie möglich auszuprobieren.

PH: Vielen Dank für das Gespräch Sebastian!

Schaut gerne auf LocalHerBox vorbei, um euch ein eigenes Bild zu machen, oder kontaktiert Sebastian, wenn Ihr eine individuelle Box für euer Unternehmen braucht.

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