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FALLSTUDIE

Verpackungen auf Pilzbasis? Das ist IKEAs Konzept einer nachhaltigen Lieferkette

IKEA senkt Verpackungsverbrauch in letzten Jahren um 50 % und setzt mehr auf nachhaltige Verpackungen, indem neue Materialien auf Pflanzenbasis erforscht werden.

IKEA kennt jeder. Mit einem Gesamtumsatz von mehr als 41 Mrd. € im Einzelhandel dominieren die Schweden den Möbelmarkt auf globaler Ebene.
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Themen

Innovative Materialien

Verpackungskosten Optimierung

Fokus auf Nachhaltigkeit

Globale Verpackungslieferkette

Wichtigste Erkenntnisse

Verpackungen auf Pflanzenbasis um Plastik aus der Lieferkette zu entfernen

90 % Kohlenstoffemissionen durch Verpackungsoptimierung reduziert

Ein Mix aus faser- und pflanzenbasierten Verpackungen für unterschiedliche Fälle

Herausforderungen in der Lieferkette

Challenges der globalen Verpackungslieferkette für IKEA

Die Einrichtungskette hat jetzt 433 Einrichtungshäuser auf der ganzen Welt, und ihre neuen kleineren Konzepthäuser sollen neue Kunden ansprechen. Deswegen hat IKEA mit einer unglaublich komplexen Verpackungslieferkette zu tun.

Das Produktsortiment besteht bei IKEA aus Tausenden von Produkten, von denen jedes eine andere Form und andere Anforderungen an die Verpackung hat. Die hohen Wartungskosten für die riesigen Lagerflächen und die Einsparungen innerhalb einer solchen Vielfalt von Verpackungslösungen sind eine ziemliche Herausforderung.

In dieser Lieferkette hat selbst die kleinste Änderung bedeutende Folgen. Mit mehr als 12.000 Produkten, Lagern und einer komplexen Logistikkette benötigte IKEA eine sehr stabile Lösung für alle seine Lieferungen und In-Store-Verpackungen.

Produktportfolio

Produktvielfalt: mehr als 12.000 Produkte

Nachhaltigkeit

Externer Druck, Nachhaltigkeitsinitiativen zu entwickeln und voranzutreiben.

Lieferkette

Die Komplexität der Lieferkette verlangt eine Vielzahl an Lösungen.

Innovative Verpackung

Verpackung auf Pilzbasis

Zu Beginn des Jahres 2019 kündigte das Unternehmen die Einführung von Verpackungen auf Pilzbasis an, die auf Myzel und landwirtschaftlichem Anbau basieren. Das ist ein nächster Schritt, um die Menge der EPS-basierten Verpackungen zu verringern.

Dieses innovative Material bedeutet viele Vorteile für die Umwelt:

  • weniger Meeresmüll,
  • eine massive Reduzierung der Kohlenstoff-Emissionen um 90%,
  • und weniger Energie im Produktionsprozess.

In Anbetracht der Größe und des Einflusses des Unternehmens können diese innovativen Verpackungen die Zahlen der Verpackungsindustrie, in der immer noch mehr als 50 % der Verpackungen aus Kunststoff hergestellt werden, verbessern.

IKEA wurde schon immer mit einem innovativen Ansatz in Verbindung gebracht, wenn es darum geht, dass Wachstum des Unternehmens mit Nachhaltigkeit zu verbinden.

Verpackungen aus Karton

Über 90 % der Verpackungen von IKEA sind Kartons auf Faserbasis

Karton und Papier sind der Schlüssel zu den Produkten von IKEA, und diese beiden Materialien sind sehr umweltfreundlich. Die auf Myzel basierende Alternative hilft, die Plastikeinsätze und Leichtgewichte für kleinere Produkte in IKEAs Angebot zu eliminieren. Aber auch Karton und Papier halfen dabei, EPS-Verpackungen aus der Lieferkette von IKEA zu entfernen.

Ab 2019 sind von den über 900.000 Tonnen Verpackungen, die IKEA jährlich produziert, mehr als 92 % faserbasiert. Darüber hinaus kann der Großteil davon leicht recycelt werden, viel leichter als expandiertes Polystyrol. Und das ist auch die wichtigste Erkenntnis aus den Packhelp Pro-Projekten. unsere Kunden wählen Wellpappe, weil sie eine großartige Alternative zu allen kunststoffbasierten Lösungen für den Versand ist.

Allan Dickner, Manager of Packaging Development bei IKEA of Sweden, erklärte außerdem, dass mehr als 75 % der Kunden die Produkte selbst mit nach Hause nehmen, und dass Wellpappe wegen ihrer hohen Haltbarkeit geschätzt wird. Dickner sagte auch, dass diese Wellpappschachtel der erste Touchpoint für Online-Käufer ist. Und mit den Plänen von IKEA, den Online-Verkauf weiter zu forcieren, werden diese Kartons zu einem wesentlichen Branding- und Erlebnismedium.

Expertenmeinung

Artur Oboleński, Leiter von Packhelp Lab, teilt seine Ansichten über die Lieferkettenstrategie von IKEA.

Der Wechsel von EPS zu Karton

Die Sicherheit des Produktversands wird von jeder Art von Verpackung erwartet – sie ist eine ihrer Kernfunktionen. EPS erfüllt genau diese Aufgabe, und es ist billig, verfügbar und einfach zu produzieren. Allerdings ist es auch zu billig, zu verfügbar, zu einfach herzustellen… und schwer zu zersetzen. Den Platz in der Schachtel mit einem alternativen, aber möglichst leichten, weichen und preiswerten Material zu füllen, ist eine Herausforderung.

Der Aufbau ihrer Verpackungsstrategie rund um Karton und Papier half IKEA, einen bedeutenden Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zu machen. Und wir sehen das auch bei vielen unserer Kunden bei Packhelp. Durch die Analyse der Komplexität der eigenen Verpackungslieferkette sollte jedes Unternehmen in der Lage sein, Bereiche zu identifizieren, in denen solche umweltfreundlichen Lösungen umgesetzt werden können.

Highlights

92%

der Versandverpackungen von IKEA bestehen aus Fasern und sind leicht recycelbar

90%

weniger Kohlendioxid-Emissionen verursacht die neue, auf Pilzen basierende Verpackung

900.000

Tonnen an Verpackungen werden jährlich von IKEA produziert

Expertenmeinung

Alternative Materialien finden

Verpackungen auf pflanzlicher Basis – ob aus Fasern oder Biopolymeren – bieten Marken eine nachhaltige Alternative. Dies gilt umso mehr angesichts der Bedenken hinsichtlich der Vermüllung der Meere und der neuesten Vorschriften, insbesondere in der EU. Die steigenden Kosten für die Einhaltung der Vorschriften, sollen den Preis ausgleichen, den wir alle ohnehin schon seit Jahren zahlen – sei es verschmutzte Luft oder stinkende Landschaften mit Müllbergen.

Ich finde IKEA gut, weil sie eine großartige Idee zum Laufen gebracht haben, denn – bei der Komplexität ihres Portfolios und ihrer Lieferkette – kann man den Aufwand, der betrieben wurde (und noch betrieben werden muss), kaum überbewerten. Die F&E-Investitionen müssen beträchtlich gewesen sein, und es gibt immer noch ein Risiko, das mit der Implementierung jedes neuen Materials verbunden ist.

Expertenmeinung

Globale Wirkung

Ich begrüße auch die Auswirkungen, die dieses Projekt potenziell und hoffentlich auf andere globale Marken haben wird. Ein weiterer Effekt ist die Geldspritze für neue Wirtschaftsakteure, wie z. B. grüne Startups, die sich auf Materialtechnik konzentrieren. Es hat das Potenzial, globale Einkäufer zu erziehen.

In Zukunft wird sich IKEA auf die Optimierung der Lieferkette der Lösung konzentrieren müssen, seine globalen Operationen erfordern eine intelligente Kartierung der Verpackungsanlagen, um das Netzwerk der Möbelherstellung widerzuspiegeln. Es muss ein großes Potenzial in der Entwicklung der Zulieferer liegen – Initiativen, um die Beschaffungssicherheit durch Fertigungseffizienz und die Entwicklung effektiverer Methoden anzugehen. Es wird sich mit der Konsistenz der Qualität befassen müssen, damit die Funktionalität der Einsätze erhalten bleibt. All die harte Arbeit – getan und noch zu tun – wird sich in der Loyalität der Verbraucher auszahlen, die erkennen werden, dass sich doch jemand kümmert.

Zusammenfassung

Für ein Unternehmen wie IKEA kann schon eine winzige Veränderung der Verpackungsgröße zu Einsparungen in Millionenhöhe führen. Der aktuelle Mix aus pflanzenbasierten, biologisch abbaubaren Verpackungen mit recycelter Wellpappe ist ein spannender Blick in die Zukunft der Verpackung. IKEA kann sicherlich als Benchmark für globale, aber auch kleinere Marken herangezogen werden. Der schwedische Riese hat sich den Herausforderungen seiner Lieferkette gestellt, und durch eine gut optimierte Lösung hat IKEA seine Position als Marktführer weiter gestärkt.

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